Node.js auf dem Raspberry Pi Zero W

Ich habe in der vergangenen Zeit häufig Node.js auf unterschiedlichen Raspberry Pi Versionen installieren müssen, zumeist um meine Hausautomatisierung voran zu treiben (z.B. mit NodeRED oder node-eq3ble). Aber jedes Mal schlage ich im Internet die nötigen Installationsschritte nach. Damit das zukünftig überflüssig wird, hier nun eine kurze Anleitung für (mich selbst und andere) Leidensgenossen.

Der Raspberry Pi Zero (W), der zuletzt zu meiner Infrastruktur dazu gekommen ist, setzt mit dem Broadcom BMC2835 auf denselben Prozessor wie die Vorgängermodelle A, B und B+. Beim RPi Zero ist der SingleCore standarmäßig auf 1GHz getaktet. Aufgrund der Prozessorwahl sind die *-linux-arm6l Builds von Node.js zu verwenden. Die Build von Nodesource, die man häufig in Installationsanleitungen findet, funktionieren nicht. Einen entsprechenden Hinweis bekommt man angezeigt, wenn man es trotzdem versucht.

Den notwendigen aktuellen Build bekommt man direkt bei Node.js im Code-Repository (beispielhaft für die Version 7.7.3). Die Installation ist dann ein Vierzeiler, mit dem das Paket heruntergeladen, entpackt und an seinen endgültigen Ort kopiert wird:

wget https://nodejs.org/dist/v7.7.3/node-v7.7.3-linux-armv6l.tar.gz
tar -xvf node-v7.7.3-linux-armv6l.tar.gz
cd node-v7.7.3-linux-armv6l
sudo cp -R * /usr/local/

Dass die Installation funktioniert hat, lässt sich mit den beiden Kommandos zur Versionsabfrage von Node.js und NPM überprüfen:

node -v
npm -v

 

 

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Native Windows-Unterstützung für Node.js

Node 0.6 kommt für Windows mit einem MSI-Installer, der im wesentlichen nichts anderes tut, als die zentrale node.exe in den Standard-Programm Ordner zu kopieren und den Verzeichnispfad in die Umgebungsvariabel PATH einzutragen, damit der Server von jedem Pfad aufrufbar ist, ohne auf der Kommandozeile zum Standort zu wechseln. Vielleicht gerade weil die Installation so leicht ist, sieht der Wizard auch keine Notwendigkeit, dem Installateur eine Wahlmöglichkeit zu lassen, ob das PRogramm gegebenenfalls in ein anderes Verzeichnis installiert werden soll – aber wir wollen von der ersten Installerversion nicht zu viel erwarten. Nach der „Installation“ lässt sich der Server über die Kommandozeile starten.

Wer sich noch nicht mit serverseitigem JavaScript auskennt und noch eine Anleitung braucht, wie man erste Programme mit Node.js schreibt, ist bei dem Video-Tutorial von Christopher Roach bei Nettuts+ gut aufgehoben. Das Video bezieht sich bei der Installation der Software zwar zuerst auf die Unix; in Anbetracht der oben beschriebenen einfachen Installation kann man diesen Teil (die ersten 6:10 Minuten) aber getrost übrspringen. Danach implementiert Christopher in aller Kürze einen Webserver, der „Hello World“ ausgibt – ein Beispiel, das ursprünglich von der Node.js Webseite stammt – bevor er noch auf Umgebungsvariablen von Node.js eingeht. Sehenswert und eingänglich!

Fazit: Der Sprung von einem altbekannten LAMP Umfeld zu Node.js fällt erstaunlich leicht. Gerade weil JavaScript clientseitig allseits bekannt ist, ist die Einarbeitung extrem schnell. Wer jetzt Blut geleckt hat, findet weitere Video-Tutorials zum Thema bei nettuts@blip.tv.